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Wir sind dann also auf der Kaptan Hüseyin A
eingezogen, haben uns mit der Crew bekannt gemacht und schauten uns
erstmal in aller Ruhe das Schiff an, das gerade einmal 3 Monate als ist
und - wir kamen aus dem Staunen nicht heraus - nicht nur über angenehm
große Kabinen, sondern auch tatsächlich über eine richtige Duschkabine
verfügt. Sowas hatten wir in den ganzen Jahren noch nie erlebt ! Wir
waren also entsprechend begeistert und konnten kaum fassen, dass wir
zweimal hintereinander ein solches Glück mit unseren Schiffen hatten
:-).
Wie geplant, traf dann auch der Großteil unserer Mitreisenden ein - zwei
Familien und ein (italienisches) Pärchen aus Belgien und ein junges
Pärchen aus Deutschland. Da der Flug der beiden weiteren Mitreisenden
aus der Schweiz leider erhebliche Verspätung hatte, konnten wir doch
nicht - wie wohl erst vorgesehen - an diesem Abend noch auslaufen,
sondern erst am nächsten Morgen. Uns jedoch kam das gerade recht, da wir
doch diesen Abend gemeinsam mit Ozan verbringen wollten und so machten
wir uns nach dem Abendessen gemeinsam mit Ozan, Christopher und Karolin
auf den Weg in die Stadt. Wir fanden nach einigem Suchen ein gemütliches
Lokal, in dem wir einige Stunden gemütlich sitzen und gemeinsam plaudern
konnten. Auch ein Anruf bei Selma durfte natürlich nicht fehlen, die
hoffte, dass sie uns in der Folgewoche noch einen kurzen Besuch
abstatten könnte - was dann aber leider doch nicht geklappt hat. Schade,
so konnten wir sie, Fitnat und Bilal dieses Mal leider nicht treffen.
Nach einem sehr schönen Abend mit Ozan, Christopher und Karolin ging es
dann zurück zum Schiff, da wir nach der letzten doch recht kurzen Nacht
nun doch ein wenig Müdigkeit verspürten.
Am nächsten Morgen liefen wir dann, wie bereits in der vorigen Woche, kurz
nach dem Frühstück und dem Besuch der Reiseleiterin aus.
Die Woche
gestaltete sich ähnlich wie die vorige - wir genossen die herrlichen
Buchten, hatten alle gemeinsam viel Spaß beim Schwimmen, Springen,
Tauchen und Schnorcheln und die noch junge Crew versuchte,
all unsere Wünsche zu erfüllen - selbst der beim Bau des Schiffes wohl
"vergessene" Wasserschlauch zum Abduschen nach dem Schwimmen wurde in
Finike von unserem Koch selbst gebastelt und quasi über Nacht
angebracht. Echt spitze !
Während die anderen Mitreisenden ihren Ausflug nach Myra machten, hatten
wir doch tatsächlich das Glück, dass Hakan mit seinem Schiff, der Akis,
direkt neben uns ankerte. Er hatte von Ozan schon erfahren, mit welchem
Schiff wir unterwegs sind und stattete uns sofort einen Besuch ab. So
saßen wir also gemütlich beisammen, freuten uns gemeinsam mit ihm
darüber, dass er endlich kaptan ist, erzählten und genossen einfach,
dass wir mal wieder ausgiebig miteinander reden konnten. Von ihm
erfuhren wir dann auch, auf welchem Schiff Salih derzeit fährt und dass
wir ihm vielleicht auch noch auf unserer Rückreise begegnen könnten.
Dieses Mal legten wir vor dem Besuch von Kaleköy noch einen
Zwischenstopp in Ücagiz ein, welchen Joe, Christopher und unser kaptan
Taifun nutzten, um sich dort rasieren zu lassen. Anschließend ging es
dann nach Kaleköy, wo wir uns den Aufstieg zur Burg wieder ersparten und
es uns statt dessen in einem gemütlichen kleinen Restaurant mit Blick
auf's Meer gemütlich machten. Die anderen gesellten sich dann nach ihrem
vollbrachten Aufstieg noch auf ein Getränk zu uns, so dass wir uns
anschließend gemeinsam wieder auf den Rückweg zu unserem Schiff machten.
Da dieses Mal außer uns beiden und Carloine und Christopher, die noch
ein wenig schwimmen und relaxen wollten, wieder alle den Ausflug nach Aricanda gebucht hatten,
bummelten wir nachmittags zu zweit ein wenig durch Finike, kauften
Mitbringsel für unsere Nachbarn, die Jahr für Jahr so lieb sind, und
unsere beiden Stubentiger versorgen, tranken cay und genossen
anschließend, da dieses Mal kein Hamam-Besuch anstand, noch eine
erfrischende Dusche in der ausgesprochen schönen Hafenanlage in Finike.
Als die anderen zurückkamen, machten wir uns mit einem Teil unserer
Gruppe auf den Weg zu "unserem" berber. Auch dieses Mal waren alle
begeistert und hatten viel Spaß und ich hatte mal wieder Gelegenheit, mit dem freundlichen
netten Sohn ein kleines bißchen Türkisch zu plaudern. Anschließend ging
es zurück zum Schiff, wo wir schon sehnlichst erwartet wurden, denn
unser Barbecue war schon längst fertig und wartete darauf, endlich
gegessen zu werden. Nach dem Essen kam dann spontan "Spiellaune" auf.
Einige Spiele ließen uns aus dem Lachen kaum noch herauskommen und
wir hatten sehr viel Spaß. Gegen 23.00 Uhr wollten wir dann doch noch
ein wenig tanzen gehen, und so zogen wir gemeinsam los. Wir kehrten in
das gleiche Lokal ein wie in der Vorwoche und hatten das Glück, dort
wieder diese richtig gute türkische Live-Musik erleben zu dürfen. Einige
unserer Gruppe leisteten uns dann noch eine Weile Gesellschaft. Da wir
beide uns noch einen unserer Lieblingssongs gewünscht hatten, blieben
wir natürlich noch länger und hatten tatsächlich das Glück, dass unser
Musikwunsch auch erfüllt wurde. Es versteht sich von selbst, dass wir
dazu natürlich dann auch auf der Tanzfläche zu finden waren, wo wir
direkt von einer - wie sich später herausstellte - in Österreich
lebenden Türkin angesprochen wurden, da wir die einzigen Nicht-Türken
dort gewesen sind. Die nette junge Frau kam nachher noch zu uns an den
Tisch um uns zu sagen, wie toll sie es findet, dass wir das alles so
mitmachen und ob sie uns noch irgendwie behilflich sein könnte. Wir
bedankten uns für ihr freundliches Angebot und erklärten ihr dann, dass
wir seit nunmehr 10 Jahren regelmäßig in der Türkei Urlaub machen und am
nächsten Tag auch Finike wieder verlassen würden. Wir haben uns noch ein
wenig unterhalten und uns dann, als auch die Live-Musik zu Ende war, auf
den Rückweg zu unserem Schiff gemacht.
Der Donnerstag war auch in dieser Woche wieder den verschiedenen Buchten
gewidmet und ich ahnte noch nicht, was ich (Ela) an diesem Nachmittag
noch erleben sollte :-).
Wir ankerten in Phaselis, unserer Übernachtungsbucht, als auf einmal ein
Powerboot ankam, das Parasailing angeboten hat. Da sich sofort einige
fanden, die das mitmachen wollten und Joe eh noch schnorcheln war,
kümmerte ich mich zunächst nicht weiter darum und blieb gemütlich auf
dem Schiff liegen. Gemeinsam mit dem Boot kam dann jedoch auch Joe
zurück, der mich sofort fragte, ob ich nicht auch einen solchen Flug
mitmachen wollte .... Schock ! Bevor ich richtig nachdenken konnte,
hatte er schon mit Kiki, einer der Belgierinnen, ausgemacht, dass ich
mit ihr im Tandem fliegen könnte und schwupps saßen wir im Powerboot.
Zum Glück blieb mir nicht allzu viel Zeit, mir wegen meiner Höhenangst
und meines "Nicht-Schwindelfrei-Seins" Gedanken zu machen, denn es ging
recht schnell in die Ausrüstung und dann auch schon hoch in die Lüfte.
Ohne Kiki wäre ich sicher vor Angst dort oben gestorben, aber dank ihrer
Hilfe schaffte ich es dann doch, diesen Flug zu genießen, wobei ich
zugeben muss, dass ich mich bei über 60 m nicht so wirklich wohlgefühlt
habe, aber ab ca. 30 - 40 m war dann auch für mich die Welt wieder in
Ordnung. Es war auf alle Fälle ein tolles Erlebnis und ich bin froh,
dass ich es mitgemacht habe.
Am Freitag besuchten wir gemeinsam mit Ahmet, unserem Schiffsjungen,
erst noch einmal Ozan, der wegen Motorschaden seine Tour nicht
durchführen konnte. Dann gab es noch einige sehr schöne Badestopps und
beim letzten Stopp in der Paradise-Bucht trafen wir auch tatsächlich
noch Salih, der auch gleich zu uns auf's Schiff kam. Wir plauderten ein
wenig, dann schwamm er mit uns noch zu einer Höhle zwischen den Felsen
und dann mussten wir uns auch leider schon wieder verabschieden, da es
für uns Zeit wurde, unsere Fahrt in Richtung Kemer fortzusetzen. Aber
auch wenn es nur ein kurzes Wiedersehen war, haben wir uns doch sehr
gefreut und versprochen, uns bei ihm zu melden, falls wir es dieses Jahr
schaffen, im Winter nochmal nach Antalya zu kommen.
Gegen 19.00 Uhr kamen wir dann im Hafen von Kemer an. Da wir bisher noch
keine Gelegenheit hatten, irgendwelche Einkäufe zu tätigen, stand an
diesem Abend nach dem Abendessen also erstmal ein Einkaufsbummel auf dem
Programm. Christopher, der sich leider in Finike den Fuß verletzt hatte,
bemühte sich tapfer mit den von Ahmet ausgeliehenen Krücken bis in die
Stadt zu kommen, musste jedoch trotz aller Reparturversuche im ersten
Geschäft aufgeben, da eine der Krücken immer wieder auseinanderbrach. Am
späten Abend trafen wir dann einen Teil unserer Gruppe in dem Café
direkt am Anfang der Fußgängerzone und saßen dort noch ein wenig
zusammen. Joe und ich setzen und dann zum Abschied noch in eine kleine
Bar am Hafen und gingen dann zurück zum Schiff mit dem traurigen
Bewusstsein, dass am nächsten Tag unser Rückflug nach Deutschland
anstand :-(.
Dieses Mal wurden Karolin und Christopher mitten in der Nacht abgeholt
und wir leisteten ihnen bis dahin noch ein wenig Gesellschaft. Dann
legten auch wir uns noch ein paar Stunden hin. Am nächsten Morgen gab es
dann noch ein gemeinsames Frühstück und dann hieß es auch schon Abschied
nehmen von der Crew und der Kaptan Hüseyin A, da diese den Platz im
Hafen freimachen musste. Da viele von uns erst nachmittags bzw. abends
ihren Rückflug hatten, konnten wir das Gepäck solange auf einem anderen
Schiff unterstellen ... und hier schließt sich jetzt für uns der Kreis,
denn dieses Schiff war die "Avuncan", ja, genau die, bei der wir bei
unserer Ankunft fälschlicherweise gelandet waren :-).
Wir bummelten dann nochmal ein wenig durch Kemer, trafen dabei auch die
Belgier nochmal und verabschiedeten uns dann endgültig, um uns im Hafen
für den Heimflug fertig zu machen. Wie der Zufall es wollte, lag die
Mavi Özgürlük, die inzwischen in den Hafen geschleppt wurde, direkt
neben uns, so dass wir Ozan nochmal sehen konnten. Nachdem uns kurz vor
unserer Abreise auf der "Avuncan" noch leckere Melone, Brot und Käse
serviert wurden, begleitete uns Ozan dann noch zum Ausgang. Kaum, dass
wir dort waren, kam auch schon unser Bus und es hieß nun wirklich
Abschied nehmen :-(.
Der Heimflug verlief problemlos und gegen 22.30 Uhr sind wir dann im
kalten und verregneten Frankfurt wieder gelandet und wären am liebsten
sofort wieder nach Antalya zurückgeflogen.
Alles in allem waren es zwei wunderbare Wochen. Es war schön, dass wir
so viele unsere Freunde wiedersehen konnten und von allen so herzlich
aufgenommen wurde, obwohl wir uns nun ein ganzes Jahr nicht gesehen
hatte. Es ist jedes Mal ein bißchen wie "Nach-Hause-Kommen", ein
Gefühl, das man mit Worten kaum beschreiben kann.
Auch unseren beiden Crews - der von der Neseli II und der von der Kaptan
Hüseyin A - sowie unseren Mitreisenden auf beiden Schiffen ein
DANKESCHÖN für die schöne gemeinsame Zeit !
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